Der Tagesablauf

Vorab waren die Kinder in Stammgruppen, die durch ein Gruppensymbol gekennzeichnet waren, eingeteilt. Mit Beginn der Spielstadt um 9Uhr trafen sich immer ca. zwölf Kinder zunächst  mit ihrer Stammgruppenbetreuerin bzw. ihrem Stammgruppenbetreuer vor den Toren der Spielstadt. Von dort aus ging es gemeinsam ins  große Versammlungszelt, in dem das offizielle Programm jeden Morgen mit dem Karlopolis-Lied begonnen wurde. Der Moderator  informierte über die wichtigsten Neuigkeiten oder bevorstehende Ereignisse. Nun wurde es Zeit, einen Beruf auszuwählen. Im Anschluss daran öffnete hierfür die Arbeitsagentur ihreTüren und die Kinder hatten Zeit, sich einen Beruf auszuwählen.
Damit der Ansturm geregelt von Statten gehen konnte, bekam im Vorfeld jede Stammgruppe einen Termin für die Arbeitsagentur. Am ersten Vormittag war einzig die Arbeitsagentur geöffnet. Während die ersten Kinder sich ihre Berufe für den Nachmittag sowie für den darauffolgenden Tag aussuchen konnten, besichtigten die restlichen Gruppen das Gelände und bekamen von den Expertinnen und Experten die jeweiligen Berufsmöglichkeiten erklärt. In der Arbeitsagentur bekamen die Kinder nun ihren Arbeits-Button, mit dem sie sich bei dem ausgewählten Betrieb am Nachmittag vorstellten. Insgesamt hatten die Kinder die Möglichkeit zwischen 43 Berufen zu wählen.

Ab dem zweiten Tag konnten sich die Kinder in der Arbeitsagentur immer den Beruf für den jeweils nächsten Tag aussuchen, sodass eine Abwechslung sichergestellt war und jeder die Chance hatte, seinen Wunsch-Beruf auszuüben. Auch die Gründung eines eigenen Betriebs war möglich und willkommen. Viele Kinder hatten bereits Ideen mitgebracht, was sie in ihrem Beruf realisieren wollen und brauchten dazu nur die fachliche Unterstützung. Andere wiederum warteten auf einen Impuls, der durch einen Auftrag ausgelöst wurde, oder bekamen Hinweise von den Anleitern.

Um 12 Uhr war die gemeinsame Mittagspause. Begleitet von den Stammgruppenbetreuer_innen wanderten die Kinder vom Schlosspark zur KSC-Gaststätte, um dort ein Mittagessen einzunehmen.
Ab 13 Uhr ging es zurĂĽck nach Karlopolis, um die Arbeit in der zweiten Schicht fortzusetzen.
Generell war es den Kindern stets auch freigestellt – natürlich in Absprache mit den anderen Kindern und Expert*innen im Betrieb – ihre Zeit in Karlopolis auch für die angeboten Freizeitmöglichkeiten zu nutzen oder ihr verdientes Geld wieder auszugeben.

Gegen 16 Uhr wurde die Arbeit in den Betrieben eingestellt und die Arbeitsplätze aufgeräumt. Das tägliche Finale bestand in der abendlichen Bürgerversammlung, bei der wiederum vom Moderator die täglichen Neuigkeiten verkündet wurden oder die Kinder Anregungen an die Organisatoren oder den Stadtrat vorbringen konnten. Mit dem gemeinsam gesungenen Karlopolis-Lied fand der Tag seinen Abschluss, der mit dem Auszug in den Stammgruppen aus Karlopolis endete.