Geldwirtschaft

Was auch immer ein Betrieb zu produzieren gedachte, zu welchen Preisen die Waren verkauft werden sollten, die Vergabe von Aufträgen oder was mit erwirtschafteten Gewinnen passieren sollte – all das bestimmten die Kinder selbst. Die einen investierten ihre verdienten „₡arlos“ bei „Kunst & Krempel“ um den eigenen Betrieb zu verschönern, die anderen ließen sich – aus demselben Grund – in der Gärtnerei Blumenbeete konstruieren, samt Pflege der Pflanzen für die restliche Woche. Auch in Werbung wurde natürlich kräftig investiert. Sei es bei der Kunstmalerei, die Plakate gestalteten, welche wiederum bei der Druckerei vervielfältigt wurden. Oder als Anzeige in den „Karlsruher Neuesten Nachrichten (KNN)“ sowie als Werbespot bei „Radio Karlopolis“. So entstand innerhalb kürzester Zeit ein richtiger Wirtschafts- und Warenkreislauf.

Aber auch weit uneigennütziger wurden  die verdienten ₡arlos teilweise investiert. Denn wie im richtigen Leben auch stellte sich bald heraus, dass so manches Gewerbe weitaus besser Geld verdiente als andere Branchen. Doch sowie bekannt wurde, dass die ersten Betriebe pleite zu gehen drohten, kam die große Spendenbereitschaft der Kinder in den „reichen“ Betrieben zu Tage. Und bald wurde es beinahe schon zu einem festen Ritual, die täglichen Bürgerversammlungen mit einer Art „Spenden-Gala“ zu eröffnen. Weitere Unterstützung gab es bei Bedarf auch aus der Stadtkasse, die die Steuergelder natürlich auch für Investitions- und Strukturprogramme ausgeben durfte.